Kongress St. Petersburg | 2. – 7. November 2017

Am 7. November 1917 erfolgte die Russische Revolu­tion (nach russischem Kalender am 25. Okto­ber), die in Russland ein kommu­nistisches Regime an die Macht brachte. Bei genauerer Untersuchung zeigt sich, dass dieser Um­sturz bereits in den 90er Jahren des 19. Jahr­hun­derts in England vorbereitet und dann mit Hilfe der engli­schen und amerikanischen Hoch­finanz als „sozia­listi­sches Experiment“ durch­ge­führt wurde.

Hundert Jahre nach der Revolution sollen die orga­nisatorischen und geistigen Hintergründe an dem Ort, von dem die Revolution ausging, St. Petersburg, beleuchtet und da­bei auch die esoterische Seite des anglo-amerika­nischen Establishments herausgearbeitet werden.

Parallel zu diesem Experiment im Osten be­stand und besteht das amerikanische Projekt der europäi­schen Vereinigung im Westen, beides als Teil einer imperialistischen Langzeitplanung, hin zu einer neuen Weltordnung.

Neben der Analyse dieser sozialen Niedergangs­kräfte sollen aber auch soziale Auf­stiegskräfte ange­schaut, erlebbar vertieft und fruchtbar werden, als Beitrag aus der anthroposophi­schen Bewegung in die 100 Jahre Festlichkeitsstimmung am Jahres­tag der Revolu­tion.

Als der erste Weltkrieg über das Jahr 1917 hin­aus weitergeführt wurde, zerbrach eine innere, bis dahin tragende Ordnung und ungeistige Kräfte
er­hiel­ten eine verstärkte Wirkungsmacht in der Welt. Diesen ungeistigen Kräften stellte sich Rudolf Steiner entgegen mit seinen Ausführungen zum drei­gliedrigen Menschen und zur Dreigliede­rung des sozialen Organismus.

Die Dreigliederung des Menschen, die eine enge Verwandtschaft mit derjenigen des sozialen Orga­nis­mus hat, soll sowohl psychologisch-medizi­nisch beleuchtet als auch durch heileuryth­mi­sche Übungen erlebbar gemacht werden. Sie bildet eine wichtige Grundlage für ein vertieftes Menschenbild und eine darauf aufbau­ende neue Heilkunst, bis hin zu einer ins Kosmische gesteigerten Selbsterkennt­nis.

Die Tendenz zur Dreigliederung ist schon in der Gesellschaft veranlagt, sie gestaltet sich durch die drei unabhängigen sozialen Bereiche und ihren Wir­kungsprinzipien: Freiheit im Geistesle­ben, Gleich­heit im Rechtsleben und Brü­derlichkeit im Wirtschafts­leben.

Die verschiedenen Ordnungspläne des anglo-amerikanischen Establishments sollen sowohl in ihren Auswirkungen in der Vergangenheit als auch in ihrer Bedeutung für die Gegenwart und Zukunft betrachtet werden. 2017 wird die Weltpoli­tik neu ausgerichtet und sie läuft Gefahr, in ein Schick­salsjahr für das 21. Jahrhundert einzu­münden.

Für den Humanus Verlag Moskau

José García Morales




3